Auswahlhilfe · Elektronikfertigung
Inline oder Offline selektiv löten?
Eine Offline-Anlage arbeitet als eigenständige Zelle mit separatem Be- und Entladen. Eine Inline-Anlage wird in den Materialfluss der Fertigung eingebunden. Die bessere Wahl ergibt sich aus Baugruppe, Prozesszeit und verfügbarer Linieninfrastruktur.
Mit dem Format beginnen
Notieren Sie die tatsächlichen Außenmaße der Leiterplatte und eines möglichen Trägers. Berücksichtigen Sie außerdem Bestückungshöhen und die Zugänglichkeit der Lötstellen. Erst dann lassen sich die Formatangaben der Modelle sinnvoll vergleichen.
Offline für eigenständige Arbeitsschritte
Die Star-1 und die Ultra-i1 sowie Ultra-i2 sind Offline-Selektivlötanlagen. Für Anwendungen mit wechselnden Baugruppen oder einem separaten Arbeitsschritt kann eine solche Zelle sinnvoll sein. Das Be- und Entladen sowie die Versorgung der Anlage gehören zur Betrachtung der gesamten Prozesszeit.
Inline für den Materialfluss der Linie
Die Ultra-i2/2, Ultra-i2/41, Ultra-i2/52 sowie die Ultra-i4-Modelle sind Inline-Anlagen. Hier müssen Transportrichtung, Förderhöhe, Schnittstellen zu benachbarten Maschinen und verfügbare Vorheizzeit mit der bestehenden Fertigung abgestimmt werden. Ein geeignetes Maschinenformat allein garantiert noch keinen passenden Linientakt.
Löttiegel und Prozessprofil
Ein oder mehrere Löttiegel können unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Für dicke Leiterplatten oder große Kupferflächen kann die Vorheizung besonders wichtig sein. Ob eine größere Anlage einen Vorteil bringt, zeigt der Versuch mit einer repräsentativen Baugruppe und festgelegtem Qualitätsziel.
Häufige Fragen
Welche Angaben braucht eine erste Empfehlung?
Leiterplattenformat, THT-Bohrbild, Bauteilabstände, gewünschter Durchsatz sowie Transportrichtung und -höhe der Linie.
Sind mehrere Pumpen automatisch besser?
Mehr Pumpen eröffnen weitere Prozesskonzepte. Ob sie die konkrete Anwendung verbessern, hängt von Lötstellen, Pfaden und Takt ab.
